Was so läuft ...

ois, wos nei eina schneibt...

Fit für die neue Theorieprüfung für angehende staatlich geprüfte Snowboardlehrer?

by Andreas Fleischmann9. April 2010 10:45

Momentan helfe ich gerade mit eine paar Kollegen zusammen die Theorieprüfung an der TU-München für angehende, staatlich geprüfte Snowboardlehrer in einzelnen Bereichen zu überarbeiten. Bei den großteils schriftlichen Prüfungen mussten die Anworten zu den Fragen komplett ausformuliert werden. Dadurch entstand natürlich ein entsprechend hoher Korrektureaufwand und bei unscharf formulierten Antworten ist die Bewertung nicht immer ganz einfach. Große Teile der theoretischen Prüfung werden jetzt als "Multiple Choice"-Tests mit mehreren möglichen Antworten formuliert. Dadurch verkürzt sich der Korrekturaufwand enorm, bzw. lässt sich somit völlig automatisieren, so dass die Prüfungsergebnisse wesentlich schneller bereit stehen.

Hier zwei Testfragen, die möglicherweise in die Prüfung für Methodik/Didaktik einfließen. Eine oder mehrere Antworten können richtig sein:

Frage 1: Welche Gelände- und Schneebeschaffenheit ist für das Seitrutschen der Elementarschule ideal?

  • Antwort 1:
    Ein flacher, plattgwalzter Hang und griffiger Schnee ist ideal. Beim Hochlaufen sinkt man nicht so stark ein und es ist nicht so anstrengend. 
       
  • Antwort 2:
    Ein plattgewalzter, nicht zu flacher Hang und griffiger Schnee ist ideal. Das Snowboard rutscht schön leicht und der Aufkantwinkel ist groß genug, um nicht so leicht über die Talkante zu verkanten.
     
  • Antwort 3:
    Der Hang sollte steil sein. Dadurch ist das Aufstehen über die Backside leichter, weil man den Körperschwerpunkt leichter über das Snowboard bringen kann. Somit kann jeder selbständig aufstehen und der Snowboardkurs wird zeitlich deutlich effektiver.
     
  • Antwort 4:
    Die Halfpipe im Funpark ist ideal. Sie ist platt gewalzt und die Hangneigung von 16°-20° ist weder zu flach noch zu steil. Durch die seitlichen Walls der Pipe wird der Anfänger immer wieder automatisch in die Mitte gespühlt, wenn er mal versehentlich ein Bein zu stark belastet.
     
  • Antwort 5:
    Ein flacher Hang mit leichter Neuschneeauflage ist ideal. Durch den Neuschnee ist das Stürzen weit aus ungefährlicher.

 
Frage 2: Welche Aussage bezüglich Bindungswinkel trifft zu?

  • Antwort 1:
    Die Einstellung bezüglich Bindungswinkel ist reine Geschmackssache, unabhängig von Material und Einsatzzweck.
     
  • Antwort 2:
    Den Bindungswinkel richtig einzustellen, ist Aufgabe der Fachgeschäfte oder des Verleihs. Als Snowboardlehrer lässt man lieber die Finger davon.
     
  • Antwort 3:
    Die Einstellung des Bindungswinkels folgt der Physik und der Biomechanik und richtet sich zusätzlich nach der Geometrie des Snowboards und dem Einsatzzwecks.
     
  • Antwort 4:
    Für eine optimale Kraftübertragung soll der Bindungswinkel eher stumpf sein.
     
  • Antwort 5:
    Duckstance ist für den schnellen Lernerfolg ideal, weil beidseitig gleichermaßen geübt werden kann.

Tags: , , ,

Snowboard